Wir laden ein …
Europäischer Salon mit General a.D. Martin Schelleis und dem Verwaltungsexperten Sebastian Wolff
Angesichts der beklemmenden Nachrichtenlage aber auch wegen häufiger auftretender extremer Naturergeignisse sehen sich Militär, Feuerwehr, Hilfsdienste und Zivilverwaltungen neuen Herausforderungen gegenüber. Könnten sie den Härtetest bestehen? Was muss noch verbessert werden, damit ein Desaster an der Ahr kein zweites Mal geschehen kann?
Zu diesem Thema, das uns alle existenziell betrifft, haben wir zwei Experten gewinnen können: General a.D. Martin Schelleis ist heute Bundesbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes für Krisenresilienz. Er soll helfen, militärische und zivile Hilfsstrukturen besser zu vernetzen. In seiner vorigen Funktion als Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber der Bundeswehr war er unter anderem im Juli 2021 für den militärischen Hilfseinsatz im Ahrtal zuständig.
Sebastian Wolff leitet das Büro das Oberbürgermeisters von Neuwied und steht an der Spitze des örtlichen Krisenstabs. Er kann aus erster Hand darüber berichten, wie weit die Strukturen auf kommunaler Ebene schon ausgebaut sind, wie man sich auf den Ernstfall vorbereitet und was noch getan werden muss, damit sich eine Katastrophe wie an der Ahr nicht wiederholt.
Unkostenbeitrag 10 € inklusive Getränke und Häppchen
Einlass 18.15
Erzählkonzert mit Roman Salyutov
Zu seinen Lebzeiten nur in einem relativ engen Kreis anerkannt und nach dem Tod für mehrere Jahrzehnte aus dem Bewusstsein des Publikums verschwunden, erlebte die Musik Johann Sebastian Bachs im 19. Jahrhundert eine beeindruckende Renaissance – und dabei nicht nur in Form von Aufführungen seiner verschiedensten Kompositionen, sondern auch durch kompositorische Transformation. Bachs Musik hat viele Komponisten zu eigenen Werken inspiriert. An diesem Abend wird das Schaffen von J. S. Bach durch das Prisma seiner Wahrnehmung durch andere große Komponisten der Klassik und der Romantik betrachtet – W. A. Mozart, L. van Beethoven, F. Busoni, C. Franck und J. Brahms.
Eintritt 32 € inklusive kleine Pausenmahlzeit
Einlass 18.15
Balladen aus der Zeit zwischen den Kriegen
Die Chansons und Balladen der Zwischenkriegsjahre sind Evergreens. Sie sind voller Sprachwitz, zeigen vor nichts und niemandem Respekt, und das erlebte ebenso wie das noch drohende Unheil der ersten Jahrhunderthälfte schwingt in jeder Zeile mit. In diesen Tagen, wo die Welt voller Sorge auf gleich mehrere explosive Konfliktherde blickt, sind sie brandaktuell.
Magdalene Ziegler ist in der Region als Märchenerzählerin Griseldis bekannt. In diesem Programm zeigt sie eine ganz andere Seite. Im kongenialen Dialog mit dem Pianisten Edgar Zens erwacht eine Zeit zum Leben, in der der Tanz auf dem Pulverfass zum Alltag gehörte und die Liebe jeden Tag gefeiert wurde, als wäre es der letzte.
Wer jetzt an „Berlin-Babylon“ denkt, liegt nicht ganz falsch. Aber auch die deutsch-jüdische Emigrantenszene am Broadway hat ihren entscheidenden Teil zu diesem Programm beigetragen.
Eintritt 18 € Snacks und Getränke extra
Kartenverkauf über ticket regional und direkt bei der Villa Weingärtner
Einlass 18.15
Tom Weingärtner im Gespräch mit Dirk Oschmann
Mit seinem 2023 veröffentlichten Buch fast gleichen Titels machte der Leipziger Germanist und Publizist Dirk Oschmann Schlagzeilen. Tom Weingärtner, Wirtschaftsjournalist und EU-Korrespondent, hat das Werk natürlich gelesen und freut sich über die Gelegenheit, seine Fragen loszuwerden. Er stammt selbst aus „dem Osten“, verließ aber Heimat und Familie, um im „Westen“ seinen Traumberuf ausüben zu können.
Unkostenbeitrag 10 Euro inklusive Getränke und Häppcen
Einlass 18.15
Herbstkonzert mit Joelle Charlier (Mezzosopran) und Wouter Vande Ginste (Klavier)
Für seinen Liederzyklus „Frauenliebe und Leben“ hat Robert Schumann zwar eine Textgrundlage von Adelbert von Chamisso gewählt, die ein sehr traditionelles Frauenbild feiert. Aber, so sagt Joelle Charlier, die Musik ist einfach zu schön – und die Herren der Schöpfung können sich daran freuen, dass ihre Kraft und Herrlichkeit einmal wieder ohne jede Ironie gefeiert wird.
Nach diesem maskulin geprägten Einstieg geht es weiter mit den Werken von Komponistinnen, die in der Zeit ihres Wirkens mit massiven Widerständen zu kämpfen hatten und bis heute weitgehend unbeachtet sind. Wer hat, ganz ehrlich, je von der Beduinen-Romanze von Johanna Kinkel gehört? Johanna prägte das kulturelle Leben in ihrer Heimatstadt Bonn in den 1830er Jahren, war die einzige bedeutende Vertreterin der Bonner Mundartdichtung des 19. Jahrhunderts und – das wundert uns nicht – eine Vorkämpferin der Frauenrechtsbewegung.
Diese Suffragette konnte auch komponieren – und wie! Felix Mendelssohn Bartholdy empfahl sie nach Berlin. Eben jener Felix, der seiner Schwester Fanny das Komponieren am liebsten untersagt hätte.
Mit Tagebuch- und Briefauszügen zwischen den Musikstücken, gelesen von Daniela Weingärtner, werden die Moralvorstellungen der Entstehungszeit und der Mut der Avantgardistinnen lebendig.
Eintritt 32 Euro inklusive kleine Pausenmahlzeit
Einlass ab 18.15
Europäischer Salon mit dem Chef der Duisburger Hafen AG
Die Duisburg-Ruhrorter Häfen gelten als größtes Binnenhafengebiet der Welt. Schon 2020 wurden dort 10,4 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen, davon 59 Millionen Tonnen bei duisport, dessen Vorstandsvorsitzender Markus Bangen ist. Mit ihm spricht Konrad Handschuch, ehem. Redakteur der Wirtschaftswoche.
Unkostenbeitrag 10 Euro inklusive Getränke und Häppcen
Einlass 18.15
Europäischer Salon mit Prof. Dr. Özden Özkaya-Ferendeci, Vizerektorin der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul und Eberhard Pohl, deutscher Botschafter in Ankara von 2011 bis 2015.
Unkostenbeitrag 10 Euro inklusive Getränke und Häppcen
Einlass 18.15
Konzertante Lesung mit Roman Salyutov
Das Werk Franz Kafkas zählt zur meist gelesenen Literatur des 20. Jahrhunderts – und stellt zugleich eins ihrer größten Geheimnisse dar. Kafkas Tiefgründigkeit und beinahe bodenlose Vielschichtigkeit bietet ein breites Interpretationsfeld, das in Kombination mit anderen Kunstarten auf neue Wege von Verständnis und Erkenntnis bringen kann. Die zentrale Frage bleibt dabei die nach Kafkas eigener Identität – Selbstwahrnehmung und – einordnung. In dieser konzertanten Lesung wird aus dem Werk Franz Kafkas vorgelesen – aus seinen kurzen Erzählungen wie auch dem bekannten „Brief an den Vater“ – und gemeinsam mit dem Publikum auf ihre mögliche Deutung eingegangen, was dann durch eine Reihe ausgewählter Musikwerke emotional vertieft wird.
Eintritt 32 € inklusive kleine Pausenmahlzeit
Einlass 18.15