17.12.25
Die Rheinromantik im Spiegel der Reiseliteratur
Symposium zum 150ten Todestag der Adelheid von Stolterfoth
17. Dezember 1875 – 17. Dezember 2025
Nicht nur Baedeker schwärmte vom Rhein. Zahlreiche kleine Handbücher wie das der Dichterin Adelheid von Stolterfoth ermöglichten dem Reisenden eine Orientierung in der Fremde. Was heute ein Lob auf trip advisor oder eine inspirierende instagram story bewirkt, das übernahmen vor 150 Jahren die Reiseführer. Wäre ohne diese blühende Reiseliteratur eine Begeisterungswelle wie die Rheinromantik überhaupt denkbar gewesen? Und: Was unterscheidet „romantische“ Reiseführer von ihren eher praxisbezogenen Vorgängern? Diese und viele andere Fragen erörterten Referenten und Teilnehmer im Rahmen eines unterhaltsamen eintägigen Symposiums.
Den Einführungsvortrag hielt Magdalene Ziegler-Krevel aus Bad Hönningen, die das Leben von Stolterfoths intensiv erforscht.
„Gepriesen sey der Rhein – Kommt alle her ihr fernen Pilgerschaaren“.
Adelheid von Stolterfoths Reiseführer „Beschreibung, Geschichte und Sagen des Rheingaues und Wisperthales von 1840“ widmet sich vor allem den kleineren Orten im Rheingau
Dr. Nikolaus Gatter, Varnhagen Gesellschaft, Köln, zitierte und erzählte aus den Reiseblättern von Karl August Varnhagen.
„…die mächtigen, raschen Fluthen strömen mir tausend Gedanken zu“
Seine Rheinreise von 1853 ist Grundlage des Buches von 1868, das bei Hoffmann & Campe veröffentlicht wurde.
Dr. Barbara Koelges, Landesbibliothekszentrum RLP, Koblenz sprach über die Entwicklung von Johann August Kleins Rheinreise von 1828 hin zu Karl Baedekers erstem Reiseführer im eigenen Baedeker-Verlag.
„Ein treuer Leitfaden durch das herrliche Rheintal“
Prof. Dr.Dr. Stefan Neuhaus, Universität Koblenz widmete sich dem Mythos Loreley und nahm die Zuhörer mit auf eine Rheinreise mit Zitaten von Brentano, Heine und Kästner.
„Die Karriere eines Felsens und die Entwicklung bürgerlicher Kultur“
Fazit: Unsere Vorfahren legten vor 200 Jahren erstaunlich weite Strecken zurück, ließen sich von beschwerlichen Wegen nicht abschrecken und nutzten Reiseführer zur Erbauung, aber auch zur praktischen Orientierung. Informationen über Grenzformalitäten, die Kosten für Leihpferde oder für das Verladen einer Kutsche auf die Eisenbahn halfen dem Reisenden bei der Vorbereitung seines Abenteuers.











